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7. Juli 2026Kooperation zwischen dem Grashof Gymnasium Essen und dem DARC Ortsverband Essen verbindet Schule und Ehrenamt
Was nach Science-Fiction klingt, wurde am 3. Juli 2026 Realität: Schülerinnen und Schüler des Grashof Gymnasiums Essen starteten gemeinsam in der ersten Pause auf dem Schulhof mit den Funkamateuren des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC) Ortsverband Essen – der auch noch dieses Jahr sein 70 – jähriges Jubiläum feiert - einen Heliumballon in die Stratosphäre. Das Besondere: Der Ballon überträgt während seines gesamten Fluges live Bilder, Wetterdaten und GPS-Koordinaten zur Bodenstation auf der Erde – ermöglicht durch die Funktechnik der Essener Funkamateure.

Schule trifft Funktechnik – eine Kooperation auf Augenhöhe
Im Mittelpunkt des Projekts steht die enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Ehrenamt. Gemeinsam entsteht ein praxisnahes Forschungsprojekt, bei dem naturwissenschaftliche Inhalte direkt angewendet werden können. Während die Schülerinnen und Schüler die Nutzlast planten und bauten, steuerten die Funkamateure die Technik zur Bildübertragung bei. An Bord des Ballons befinden sich eine Kamera für Live-Bildübertragung, Sensoren zur Messung von Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit sowie ein GPS-Sender, der die genaue Position des Ballons in Echtzeit übermittelt. Alle Daten werden per Funk direkt zur Bodenstation in Essen gesendet – ohne Internet, ohne Mobilfunknetz.
„Amateurfunk ist angewandte Technik – und dieses Projekt zeigt das auf beeindruckende Weise", sagt Michael Kuhn, Ortsvorsitzender des DARC Ortsverband Essen. „Wenn Schülerinnen und Schüler live sehen, wie ihr eigner Stratosphärenballon Daten aus 30 Kilometern Höhe sendet, dann ist das ein Moment, den kein Schulbuchinhalt ersetzen kann."
Von Essen in die Stratosphäre – und zurück
Der Ballon wurde mit Helium befüllt und stieg nach dem Start kontinuierlich auf. In einer Höhe von bis zu 35 Kilometern – weit oberhalb des kommerziellen Flugverkehrs und am Rand des Weltraums – platzte der Ballon durch den sinkenden Luftdruck. Die Nutzlast kehrte anschließend per Fallschirm sicher zur Erde zurück und wurde mithilfe der GPS-Daten im Sauerland geborgen.
Während des gesamten Fluges, der ca. zwei Stunden dauerte, empfing das Bodenstationsteam in Essen die gesendeten Daten und Bilder in Echtzeit. Die Ergebnisse werden anschließend gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern ausgewertet.
„Der Stratosphärenflug macht greifbar, wie spannend MINT-Themen im Schulalltag sein können, wenn Lernen über das Klassenzimmer hinausgeht. Gerade in der Schule brauchen wir solche inspirierenden Projekte, um Schülerinnen und Schüler frühzeitig für naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen zu begeistern und ihnen echte Anwendungsperspektiven zu eröffnen.“ Christian Froeschke (MINT-Koordinator Grashof Gymnasium)
Ehrenamt als Bildungspartner
Für den DARC Ortsverband Essen ist das Projekt weit mehr als eine technische Übung. „Wir möchten zeigen, dass Amateurfunk relevant ist – für die Gesellschaft, für die Wissenschaft und besonders für junge Menschen", so Dirk Herzer, stellvertretender Vorsitzender des DARC Ortsverband Essen. „Kooperationen wie diese mit dem Grashof Gymnasium sind genau der richtige Weg, um Technikbegeisterung zu wecken und gleichzeitig echten Mehrwert für die Schule zu schaffen." Junge Menschen erhalten so Einblicke in moderne Kommunikations – und Messtechnik, die weit über den regulären Unterricht hinausgehen.
„Ich als Schüler freue mich sehr über das Projekt und daran mitwirken zu können. Mit dem Projekt konnten wir viel Erfahrung in wissenschaftlichen Bereichen sammeln. Das gibt es so nicht an vielen Schulen, die Förderung des MINT – Bereiches am Grashof Gymnasium ist für mich wirklich etwas Besonderes.“








































