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Rheinauhafen – ein historisch wichtiger Hafen im Wandel. Stadtexkursion der Erdkunde Kurse der Q2 des Grashof Gymnasiums nach Köln

Die Exkursion, am 04.11.2021, begann um 10 Uhr durch eine Führung durch das Hafengelände Kölns nach unserer Ankunft mit dem Reisebus. 

Es wurden zwei gleichgroße Gruppen gebildet, in denen wir die Führung antraten. Die Führung durch den Rheinauhafen startete an der ältesten noch erhaltenen Brücke Kölns, welche über den Rhein schließlich zum Schokoladenmuseum und somit auf die Halbinsel des Rheinauhafens führt. Dort positionierten wir uns auf dem Dach des Schokoladenmuseums, um eine gute Sicht über den Rhein zu erlangen und zudem viele interessante Fakten über den Rheinauhafen zu erfahren. Zu diesen Fakten zählte vor allem die historisch genetische Entwicklung der Hafenregion, von der Römerzeit bis hin zur Neuzeit. In der Römerzeit war die Flusslage ein wichtiger Faktor zur Ansiedlung. Die Römer konnten so Handel betreiben, hatten mit dem Rhein aber auch eine natürliche Grenze. So kam es zur ersten Bildung eines Hafens zur Zeit der Römer. Doch auch als die Römer verschwanden, siedelten sich weiterhin Leute an, denn die günstige Lage an dem sehr großen Fluss war nach wie vor attraktiv. Im Mittelalter gewann der Handel weiterhin an Wichtigkeit und die Stadt Köln expandierte sich stetig weiter. Doch auffällig waren die Veränderungen über die verschiedenen Jahrhunderte des Rheins. Dieser wies ständig neue Verzweigungen und Arme auf, was die Häfen in der Vergangenheit recht unterschiedlich aussehen ließ. Zu dieser Zeit wurde ankommende Fracht mithilfe von Kränen in Lagerhäusern unmittelbar am Ufer gelagert. Auch heute sieht man die nun sehr alten Krane am Rande des Rheins und die ehemaligen Lagerhallen sind nun vor allem durch Gentrifizierung aufgewertete Wohnhäuser.  

In der Vergangenheit wurde das Abwasser der Stadt in den Rhein abgelassen. Dies führte zu einer Versandung und einer Bildung von Sedimenten, wodurch der Boden anstieg. Dies machte es zeitweise für große Schiffe unmöglich den Rhein dort zu passieren.  

Nach jahrhundertlanger Benutzung dieses Hafens, der durch den Rhein vor allem für den Handel enorm wichtig war, läutete schließlich der Eisgang von 1784 das Ende des Hafens ein. In dem Winter 1783/1784 kam es zu einer natürlichen Klimaschwankung, wodurch es zu einem gewaltigen Hochwasser in Mitteleuropa kam. Dieser Winter wird als einer der größten Naturkatastrophen der frühen Neuzeit angesehen. Der Rhein war von den Überschwemmungen nicht ausgenommen, weshalb der Rheinauhafen stark zerstört wurde.  

Dort machten wir einen Cut bezüglich der Historie und konzentrierten uns auf das Hier und Jetzt. Denn heute ist von einem traditionellen Hafen, wie man sich ihn vorstellt, nicht mehr viel zu erkennen. Lediglich ein kleines Hafenbecken für private Boote gibt es noch. 1976 beschloss der Kölner Rat die Umwandlung des Hafengeländes in eine „Freizeit- und Erholungsanlage“. Der Wandel wird bereits durch die Physiognomie des Rheinauhafen-Bereichs deutlich. Charakteristisch hierfür sind die drei Kranhäuser und weitere neue Bauten. Die Kranhäuser sind seit der Fertigstellung (von Kranhaus Nord 2010) ein Aushängeschild und ein bauliches Meisterwerk. Das Kranhaus 1 und das Kranhaus Süd sind Bürohäuser. Auf der 32 600 Quadratmeter großen Nutzfläche siedelten sich vor allem Firmen des tertiären Sektors (Dienstleistungssektors) an, wie Steuerberater und Anwaltskanzleien. Das Kranhaus Süd dient als Wohnhaus mit vielen Eigentumswohnungen. Aufgrund der Lage und des Blicks ist der Miet- oder Kaufpreis entsprechend hoch, weshalb dort eher junge Menschen und Pärchen mit hohem Einkommen leben. Lukas Podolski besitzt ebenfalls eine Wohnung im oberen Bereich des Krankhauses Nord.  

Auch die alten Lagerhäuser sind umfunktioniert und saniert worden und bieten weitere Wohnmöglichkeiten in unmittelbarer Rheinnähe. Im Hafengebiet sind nicht nur die Funktionen „Wohnen und Arbeiten“ abgedeckt. Das Schokoladenmuseum und das Olympiamuseum bieten eine Erholungs- und Freizeitmöglichkeit. Auffällig war, dass sich viele Unterrichtsinhalte anwenden ließen und im Laufe der Führung interessante fachliche Fragen von uns gestellt und von den beiden Experten beantwortet wurden.  

Damit endete unsere Führung und wir begannen die Stadt auf eigene Faust zu entdecken. Hierfür benutzten wir die Birpacours-App. Durch die App wurden wir zu verschiedenen Orten in Köln geführt, die wir letztendlich abarbeiten mussten. Bei jeder Station wurde eine Frage oder Aufgabe gestellt, um die Anwesenheit zu kontrollieren. Dies war zum Beispiel eine Frage über die Höhe der Sankt Maria Kirche, die wir durch eine Informationstafel beantworten konnten. Außerdem mussten wir zum Beispiel am Fischmarkt ein Selfie von uns mit den bunten Häusern im Hintergrund aufnehmen. Die App bot eine gute Möglichkeit weite Teile von Köln zu sehen und rundete die Exkursion gut ab. Um 15 Uhr traten wir den Nachhauseweg an.  

Jonathan Späth und Kian Haftlang (Q2)

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