Menü

„Alle Philosophie beginnt mit dem Staunen“ – das wusste schon Aristoteles (genaugenommen zitiert er die ältere Einsicht Heraklits). Auf diese Weise fasst er bereits am Anfang allen systematischen Nachdenkens bündig zusammen, was noch heute unsere „Liebe zur Weisheit“ – wie sich die griechische „philo-sophia“ übersetzen lässt – ausmacht: als interessierter, begeisterter, kritischer, überraschter und überraschender Blick auf Welt und Mensch und alles, was damit zusammenhängt. Philosophie-Unterricht heißt nicht nur, die „großen“ (und die nur auf den ersten Blick „kleinen“) Fragen zu stellen, sondern auch, gemeinsam den eigenen Standpunkt zu sich selbst und zu seiner Mitwelt zu finden, ihn zu hinterfragen und kritisch behaupten zu lernen. Philosophie fordert und vermittelt die Stellungnahme – zu sich selbst, zu den anderen, zur Welt, zur Gegenwart und zur Zukunft; und zu der Frage, was eigentlich genau darunter zu verstehen ist. Der Blick der Philosophie ist dabei gar nicht so welt-fremd, wie es das Klischee behauptet – wohl aber weiß sie klärenden Abstand von den vermeintlich so wichtigen Bedürfnissen des Alltags zu nehmen. Der Philosophie-Unterricht beginnt derzeit in der Klasse 8 praktisch und an Fragen des Alltags orientiert. Er fährt in der Sekundarstufe II fort in einer zunehmend intensiveren Auseinandersetzung mit den Fragen und Antworten der großen Philosophen in der Anthropologie, der Ethik, der Staatsphilosophie sowie der Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie. Philosophie-Unterricht weiß sich dabei – seit bald zweieinhalbtausend Jahren – stets und weiterhin der Kunst des Gesprächs und des Arguments verpflichtet.

 

Informationen zum Fach Philosophie:

Curriculum Philosophie Sek. II

 

Zum Seitenanfang