Vom 25. August 2018 bis zum 17. November war ich mit dem Brigitte-Sauzay-Programm vom Deutsch-Französischen Jugendwerk in Frankreich. Dort war ich in Lille und habe meine Austauschschülerin Emma besucht, die vorher auch schon für  drei Monate hier in Essen war. Ich habe in Lille die Schule „ Lycee Faidherbe“ besucht.

Obwohl Emma sehr gut deutsch spricht, da sie ein deutsches Abitur und ein französisches Baccalauréat  macht, habe ich mit ihr und ihrer Familie eigentlich nur französisch gesprochen. Am Anfang war es mit dem Französisch etwas schwierig, da ich kaum etwas verstanden habe. Ich habe zwar schon seit der 6. Klasse Französisch Unterricht, aber so im Alltag ist das einfach nochmal etwas anderes. Da meine Gastfamilie aber echt sehr lieb ist und mir wenn ich etwas nicht verstanden habe immer geholfen hat, war das überhaupt kein Problem und am Ende habe ich auch so gut wie alles verstanden.

In meiner ersten Woche in Frankreich waren noch Ferien, und wir haben viel mit Emmas Familie und ihren Freunden unternommen. Während der Schulzeit ist dafür in Frankreich leider nicht so viel Zeit. Ich hatte jeden Tag von 8 bis 17 Uhr Schule. Wenn man dann nach Hause kommt und auch noch Hausaufgaben machen muss ist der Tag eigentlich auch schon vorbei. Gegessen wurde jeden Tag  in der riesigen Kantine des „Lycee Faidherbe“, also der Schule meiner Austauschpartnerin.

Lediglich mittwochs findet in ganz Frankreich nur morgens Unterricht statt, also für mich immer bis 12 Uhr. Da habe ich dann oft etwas mit Freunden gemacht und wir waren zum Beispiel shoppen oder wir haben in einem der kleinen Cafés der wunderschönen Altstadt von Lille gesessen und einen Kaffee getrunken.

Alle Leute die ich kennengelernt habe waren sehr offen und nett zu mir und viele meiner Mitschüler sind direkt auf mich zugegangen, sodass ich am Ende mit einigen gut befreundet war und ich echt traurig war, meine Klasse wieder verlassen zu müssen. Ich habe aber nicht nur Franzosen kennengelernt sondern tatsächlich auch andere Deutsche.

Da meine Austauschschülerin das ABIBAC, also das deutsche Abitur und das französische Baccalauréat macht, hatten sehr viele ihrer Freunde auch Austauschschüler da. So habe ich jetzt nicht nur neue Freunde in Lille, sondern auch in ganz Deutschland verteilt, was ich auch sehr cool finde.

Insgesamt war es eine sehr schöne Zeit in der ich viele neue Erfahrungen gemacht, neue Freunde bekommen, mein Französisch verbessert und nebenbei auch eine zweite, französische Familie gefunden habe. Ich habe auf jeden Fall vor mit allen Kontakt zu halten und auf jeden Fall nochmal zurückzukommen. Ich werde diese drei Monate wohl nie vergessen und immer wieder gerne daran zurück denken.

Anna H., Jgst. 10

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