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Die Eisenbahn-AG findet schon seit vielen Jahren regelmäßig statt. Schüler aller Klassen können sich an der Arbeit beteiligen. Die AG verfügt über einen eigenen Raum mit einer ausgedehnten Anlage, die in Modul-Bauweise erstellt ist. Seit 1980 besteht an unserer Schule eine Eisenbahn-AG, die sich mit dem Aufbau einer Modellbahn-Anlage und mit dem "großen Vorbild" (früher Deutsche Bundesbahn, heute Deutsche Bahn AG) beschäftigt.

Zur Zeit nehmen an der AG 12 Jungen und 1 Mädchen der Klassen 5...13 teil; in den über 25 Jahren ihres Bestehens durchliefen etwa 130 Schülerinnen und Schüler die Eisenbahn-AG.In den Jahren 1980 bis 1989 bauten wir an einer Rechteckanlage von 5,75 m Länge und 1,70 m Breite. Die enorme Größe dieser Anlage führte zu verschiedenen Problemen und schließlich zu ihrem Abbau. Seit 1990 bauen wir eine Segmentanlage in Zungenform, deren Teilstücke maximal 1,80 m x 0,80 m groß sind. Bei 2 Umzügen in andere Räume (1985 mit der alten, 1998 mit der neuen Anlage) lernten wir die Vorteile einer teilbaren Anlage schätzen. Gleisplan: Auf der mittleren Anlagenzunge befindet sich eine eingleisige Ringstrecke, von der zwei ebenfalls eingleisige Stichbahnen zur linken und rechten Anlagenzunge abzweigen. Die Ringstrecke besitzt einen 6-gleisigen Schattenbahnhof, in dem die hier eingesetzten Züge abgestellt werden können, und einen umfangreichen Anschlussbahnhof, in dem die Stichbahnen abzweigen. Zahlreiche Ladestellen in diesem Bahnhof (Ladestraße,Güterschuppen, Kopf- und Seitenrampe, Baustofflager, Binnenhafen) ermöglichen einen umfangreichen Rangierbetrieb. Die linke Stichbahn führt über eine Haltestelle mit Industrieanschluss zu einem Endbahnhof, die rechte Stichbahn über eine Ausweichstelle zu einer größeren Schachtanlage. In der Schachtanlage wird eine schmalspurige Grubenbahn aufgebaut; über dem Schattenbahnhof ist eine Straßenbahn geplant. Beide Bahnen werden für zusätzliche Betriebsmöglichkeiten sorgen. Landschaftsgestaltung: Die einzelnen Anlagenteile werden auf Tischlerplatten aufgebaut; die Landschaftsstruktur entsteht aus Styropor, dessen Oberfläche mit Spachtelmasse, Korkfelsen, verschiedenen Streumaterialien und Stützmauern aus Balsaholz gestaltet wird. Die "Vegetation" bilden wir aus Islandmoos, Naturmoos, Baumbausätzen und Heki-Flor nach. Straßen werden auf Balsaholztrassen angelegt und mit Straßenfolie gestaltet.

Gebäudemodellbau: Die ersten Gebäudemodelle der Eisenbahn-AG entstanden aus Gipsteilen, die in Formen des Linka-Bausystems der Firma Noch von uns gegossen wurden. Seit etwa 1989 bauen wir Gebäudemodelle nach Bauzeichnungen aus Modellbahn-Zeitschriften aus Balsaholz und Kiefernleisten. Die Ausgestaltung der Gebäudemodelle erfolgt mit Mauer- und Dachplatten aus Pappe und Polystyrol, Fenstern, Türen, Dachrinnen usw. ebenfalls aus Polystyrol. Im Interesse der Gesundheit aller Teilnehmer/innen werden in der AG fast ausschließlich Klebstoffe und Farben ohne organische Lösungsmittel verwendet. Neben "einfachen" Gebäudemodellen bauten wir auch technische Modelle, z.B. zwei Brücken, zwei Fördertürme, einen Kühlturm und ein Binnenschiff. Elektrische Anlage: Wir fahren fast auf der gesamten normalspurigen Anlage auf Märklin M-Gleisen; nur der Schattenbahnhof wurde inzwischen auf C-Gleise umgestellt, und für die Straßenbahn verwenden wir Roco-Line-Gleise ohne Bettung. Der Anlagenbetrieb erfolgt mit Wechselspannung im Analogbetrieb. Jeder Bahnhof wird mit einem eigenen Transformator und einem selbstgebauten Gleisbild-Stellpult gesteuert und von je 2 Schülern bedient. Die Weichen und Signale werden nicht durch Taster gestellt, sondern durch im Stellpult angebrachte Kontaktschrauben, die durch einen an "Masse" liegenden Bananenstecker berührt werden. Diese Technik ist billig, betriebssicher und sehr leicht zu bedienen. Im Schattenbahnhof werden Gleisbesetzung und Weichenstellung durch Leuchtdioden im Stelltisch angezeigt. Der Zechenbahnhof besitzt eine Fahrstraßenschaltung mit Diodenmatrizen, die auch für den Schattenbahnhof geplant ist. Weitere elektronische Schaltungen sind nur zugelassen, wenn sie von den teilnehmenden Schüler/innen selbst gebaut werden. Finanzierung: Den Raum stellt uns die Schule unentgeltlich zur Verfügung; die Finanzierung des Anlagenbaus erfolgt durch Spenden von den Eltern der Teilnehmer/innen, vom Verein der Freunde und Förderer und von mir. Das Werkzeug ist überwiegend mein Privateigentum und wird der AG leihweise zur Verfügung gestellt. Ausflüge: In unregelmäßigen Abständen unternimmt die Eisenbahn-AG Tagesausflüge, wobei wir selbstverständlich größere Strecken mit dem Zug fahren. In den ersten Jahren besichtigten wir Dienststellen der Deutschen Bundesbahn wie Bahnbetriebswerke, Rangierbahnhöfe und Stellwerke. Da die DB infolge fehlenden Personals solche Führungen nicht mehr anbieten kann, besuchen wir jetzt überwiegend Bahn- und Industriemuseen sowie Modellbahnanlagen anderer Vereine und Schulen. 1994 besuchten wir die Transrapid-Versuchsanlage in Lathen/Ems; die beiden letzten Ausflüge führten zur Modellbahnanlage im Nordsternpark/Gelsenkirchen und zum Eisenbahnmuseum in Dieringhausen. Teilnahme an Wettbewerben: 1987 nahm die Eisenbahn-AG am Wettbewerb "Jugend-Diorama" der Modellbahnzeitschrift MIBA, 1996 an einem Schülerwettbewerb "Wir gestalten unsere mobile Zukunft" des Verkehrsverbundes Rhein/Ruhr teil; wir gewannen jeweils einen Sonderpreis. (Schaffrodt / Leiter der Eisenbahn-AG)

 
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